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NACHHALTIGKEIT | ARTIKEL – 4 Min

Unsere Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft

In diesem Artikel

    Unser Nachhaltigkeitsbericht 2022[1] zeigt, wie wir den Nachhaltigkeits-Gedanken erfolgreich umsetzen. Dazu gehören unser ständiger Fokus auf die Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) in unser Fondsangebot, eine aktuelle Dokumentation mit neuen Nachhaltigkeitsindikatoren und unsere Verpflichtung, Investitionen mit dem Ziel Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2050 zu unterstützen.  

    Weitere Kapitel des Berichts befassen sich mit der Ermittlung des Biodiversitäts-Fußabdrucks unserer Kapitalanlagen sowie mit unserer Stimmrechtsausübung auf rund 2.000 Hauptversammlungen.

    Dieser Bericht fasst die Fortschritte zusammen, die wir bei der Verankerung unseres Ansatzes für nachhaltige Investitionen in unserem Unternehmen gemacht haben. Wir sind davon überzeugt, dass die Analyse von Investitionen anhand von ESG-Kriterien uns hilft, mehr Risiken und Chancen zu berücksichtigen. Folglich können wir fundiertere Anlageentscheidungen treffen, die unserer treuhänderischen Pflicht Rechnung tragen. Dies erreichen wir mit unseren Leitlinien für die ESG-Integration und durch intern entwickelter Nachhaltigkeitsresearch.

    Um uns einen besseren Einblick in die Leistung von Unternehmen in Bezug auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verschaffen, haben wir gemeinsam mit Matter, einem dänischen Fintech-Unternehmen, ein innovatives SDG-Scoring eingeführt. Es hilft uns bei der Bewertung der SDG-Ausrichtung der Unternehmenseinnahmen und bildet die Grundlage für unsere Entscheidung über nachhaltige Investitionen, die für die Konstruktion von Artikel 9-Portfolios und die Wertpapierauswahl entscheidend ist.

    ESG-Integration einbetten

    Im Rahmen der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (Sustainable Finance Disclosure Regulation – SFDR) haben wir unternehmensweit viele Maßnahmen ergriffen, die Verpflichtungen in Bezug auf Portfoliomanagement, Offenlegung und Kontrollen zu erfüllen. Dies hat dazu geführt, dass Ende 2022 89 % der Vermögenswerte unserer in Europa ansässigen offenen Fonds als Artikel 8 oder 9 eingestuft waren.

    Ferner erläutern wir in unserer SFDR-Offenlegungserklärung im Einzelnen, wie wir die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen in unsere Bewertungen von Anlagen integrieren. Wir nutzen diese Struktur parallel zur Integration der von der MiFID-Verordnung 2022 eingeführten neuen Portfoliokriterien in unsere Produktpalette. Wir passen unser Sortiment kontinuierlich an, um Nachhaltigkeitskriterien stärker zu integrieren.

    Wir haben die Verbindung zwischen Stimmabgabe und ESG-Integration gestärkt und sanktionieren Emittenten bei ESG-bezogenen Themen wie der Nichtoffenlegung von Treibhausgasemissionen. Wir haben unsere Erwartungen in Bezug auf das Klima gestärkt, zwei neue Schwerpunktbereiche hinzugefügt: Biodiversität und niedrige ESG-Werte. Zudem haben wir neue Kriterien für unsere Abstimmung über ‚Say-on-Climate’ -Vorschläge des Managements der Unternehmen, in die wir investieren, aufgenommen. 2022 übten wir unser Stimmrecht auf 1.976 Hauptversammlungen aus: 46 % in Europa, 27 % in Nordamerika, 22 % in Asien. Dies spiegelt die Struktur unseres verwalteten Vermögens wider. In den letzten drei Jahren haben wir hohe und steigende Ablehnungsquoten beibehalten und eigene Abstimmungsentscheidungen getroffen – eine seltene Praxis bei großen Vermögensverwaltern. Zu den abgelehnten Themen gehörten z.B.  die Vergütung von Führungskräften und die Vorstandswahlen.

    Schaubild 1 – Say-on-Climate-Abstimmung[2]

    Wir lehnten ein Drittel aller Beschlüsse ab, weil sie unseres Erachtens nicht im besten Kundeninteresse lagen. Darüber hinaus führte die Aufnahme ökologischer und sozialer Kriterien in unsere Abstimmungspolitik dazu, dass wir rund 1.400 Beschlüsse abgelehnt haben – hauptsächlich aus Gründen des Klimaschutzes und der Biodiversität.

    2022 führten wir 634 Gespräche mit 373 Unternehmen. Wir unterzeichneten 543 Schreiben, die von kollaborativen Organisationen, deren Unterzeichner oder Unterstützer wir sind, an Unternehmen geschickt wurden.

    Energiewende auf dem Weg zu Netto-Null

    Unsere Net-Zero-Roadmap umfasst nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern legt auch dar, wie wir unseren Worten Taten folgen lassen um die Emissionen unseres eigenen Betriebs zu reduzieren. Ein wichtiger Schritt auf unserem Weg war die Einführung strengerer Anlagerichtlinien für die unkonventionelle Öl- und Gasförderung. Wir schließen nunmehr Unternehmen aus, die mehr als 10 % ihres Umsatzes mit der unkonventionellem Öl- und Gasförderung oder Aktivitäten in der Arktis erzielen. Wir investieren nicht in Unternehmen mit Öl- und Gasreserven im Amazonasgebiet.

    Ende 2022 lag der CO2-Fußabdruck fast aller unserer offenen Fonds (98 %), für die wir einen CO2-Fußabdruck berechnen konnten, unter demjenigen ihrer Benchmark oder ihres Anlageuniversums.

    Da wir diese Praxis bereits seit einigen Jahren anwenden, sind wir nun in einer guten Position, um unsere Netto-Null-Verpflichtungen zu erfüllen. Dazu gehört die Verringerung des CO2-Fußabdrucks unserer Anlageportfolios für die in den Geltungsbereich fallenden Unternehmen um 30 % bis 2025 und um 50 % bis 2030.

    Umweltverträglichkeit

    Ein Jahr nach der Veröffentlichung unserer Biodiversity-Roadmap haben wir 2022 bekannt gegeben, wie die Ermittlung des Biodiversitäts-Fußabdrucks unsere Kapitalanlagen beeinflusst und zu welchen Ergebnissen dies geführt hat. Die Analyse umfasst mehr als 1.800 Unternehmen in unseren Aktien- und Rentenfonds, was etwa 70 % des von uns verwalteten ‚Corporate’-Vermögens entspricht.

    Gleichberechtigung und inklusives Wachstum

    Es liegen zahlreiche Belege dafür vor, dass Unternehmen mit einer besonders diversen Zusammensetzung ihrer Vorstände oder Führungsriegen langfristig nachhaltig erfolgreicher sind.[3]

    Im Jahr 2022 haben wir 40 Unternehmen in unseren aktiven Aktienportfolios identifiziert, mit denen wir uns in Bezug auf die Vielfalt in den Vorständen auseinandersetzen. Unsere Aktion hat dazu geführt, dass 20 Unternehmen Veränderungen bei der Geschlechtervielfalt vorgenommen haben, die unseren Erwartungen entsprechen. Bei den Hauptversammlungen der übrigen 20 Unternehmen bedeutete das Nichterreichen dieser Schwelle, dass wir uns gegen die (Wieder-)Wahl eines oder mehrerer männlicher Vorstandsmitglieder ausgesprochen haben. Wir sind inzwischen gut aufgestellt, um unser mittelfristiges Ziel zu erreichen: 2025 soll der Frauenanteil bei den Vorstandsmitgliedern an allen Märkten 40% betragen.

    Diagramm 2 – Geschlechtervielfalt in Vorständen2

    Frauen im Asset Management

    In einer immer noch von Männern dominierten Branche stellen wir uns der Herausforderung mit ehrgeizigen Zielen und Initiativen:

      Alle Mitglieder des Exekutivausschusses verfolgen das Ziel der Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration.

      Im Jahr 2022 haben wir 279 Mitarbeiter*innen eingestellt, davon 38 % Frauen. In unserer Investitionsabteilung waren von den 54 Mitarbeiter*innen, die wir eingestellt haben, 35 % Frauen.

      Wir bieten Frauen spezielle Programme zur Entwicklung ihrer Führungsqualitäten an, um ihre berufliche Entwicklung zu unterstützen und um ihnen den Aufstieg in Führungspositionen zu ermöglichen.

    Diagramm 3 – Auf Worte Taten folgen lassen – Mehr Frauen in Führungspositionen2

    Karriereentwicklung

    Wir investieren viel, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeitenden über Nachhaltigkeitsthemen und nachhaltige Investitionen stets auf dem neuesten Stand sind. Im Jahr 2022 haben wir unsere Strategie für die Ausbildung im Bereich der Nachhaltigkeit formalisiert und sechs Ausbildungswege entwickelt, die sich nach dem Wissensstand richten, den die Mitarbeitenden in ihren jeweiligen Funktionen benötigen.

    Zu den Höhepunkten der Schulung zählt die Einführung des E-Learning-Programms „Sustainable Investing Primer“, das gemeinsam mit dem CFA Institute entwickelt wurde und das Verständnis für die Aneignung von ESG-Kenntnissen fördern soll. Dieses Programm stellen wir Kunden zur Verfügung.

    [1] Dieses und andere Nachhaltigkeitsdokumente finden Sie auch unter  Nachhaltigkeitsdokumente – BNPP AM Corporate English (bnpparibas-am.com)  

    [2] Quelle für alle Exponate ist BNP Paribas Asset Management, sofern nicht anders angegeben.  

    [3] Siehe hierzu auch Daten, die belegen, dass Vielfalt in Vorständen mehr Wert generiert

    Disclaimer

    Bitte beachten Sie, dass diese Artikel eine fachspezifische Sprache enthalten können. Aus diesem Grund können sie für Leser ohne berufliche Anlageerfahrung nicht geeignet sein. Alle hier geäußerten Ansichten sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und basieren auf den verfügbaren Informationen, womit sie ohne vorherige Ankündigung geändert werden können. Die einzelnen Portfoliomanagementteams können unterschiedliche Ansichten vertreten und für verschiedene Kunden unterschiedliche Anlageentscheidungen treffen. Der Wert von Anlagen und ihrer Erträge können sowohl steigen als auch fallen und Anleger erhalten ihr Kapital möglicherweise nicht vollständig zurück. Investitionen in Schwellenländern oder spezialisierten oder beschränkten Sektoren können aufgrund eines hohen Konzentrationsgrads, einer größeren Unsicherheit, weil weniger Informationen verfügbar sind, einer geringeren Liquidität oder einer größeren Empfindlichkeit gegenüber Änderungen der Marktbedingungen (soziale, politische und wirtschaftliche Bedingungen) einer überdurchschnittlichen Volatilität unterliegen. Einige Schwellenländer bieten weniger Sicherheit als die meisten internationalen Industrieländer. Aus diesem Grund können Dienstleistungen für Portfoliotransaktionen, Liquidation und Konservierung im Namen von Fonds, die in Schwellenmärkten investiert sind, mit einem höheren Risiko verbunden sein. Private Assets sind Anlagemöglichkeiten, die über öffentliche Märkte wie Börsen nicht verfügbar sind. Sie ermöglichen es Anlegern, direkt von langfristigen Anlagethemen zu profitieren, und können Zugang zu spezialisierten Sektoren oder Branchen wie Infrastruktur, Immobilien, Private Equity und anderen Alternativen bieten, die mit traditionellen Mitteln schwer zugänglich sind. Private Assets bedürfen jedoch einer sorgfältigen Abwägung, da sie in der Regel ein hohes Mindestanlageniveau aufweisen und komplex und illiquide sein können.
    Umwelt-, Sozial- und Governance-Anlagerisiko (ESG): Das Fehlen gemeinsamer oder harmonisierter Definitionen und Kennzeichnungen zur Integration von ESG- und Nachhaltigkeitskriterien auf EU-Ebene kann zu unterschiedlichen Ansätzen der Manager bei der Festlegung von ESG-Zielen führen. Dies bedeutet auch, dass es schwierig sein kann, Strategien zu vergleichen, die ESG- und Nachhaltigkeitskriterien integrieren, da die Auswahl und die Gewichtung bei der Auswahl von Investitionen auf Metriken basieren können, die zwar denselben Namen tragen, denen aber unterschiedliche Bedeutungen zugrunde liegen. Bei der Bewertung eines Wertpapiers anhand der ESG- und Nachhaltigkeitskriterien kann der Anlageverwalter auch Datenquellen nutzen, die von externen ESG-Research-Anbietern bereitgestellt werden. Angesichts des sich entwickelnden Charakters von ESG können diese Datenquellen bis auf weiteres unvollständig, ungenau oder nicht verfügbar sein. Die Anwendung von Standards für verantwortungsvolles Geschäftsgebaren im Anlageprozess kann zum Ausschluss von Wertpapieren bestimmter Emittenten führen. Folglich kann die Wertentwicklung des Teilfonds zeitweise besser oder schlechter sein als die Wertentwicklung vergleichbarer Fonds, die solche Standards nicht anwenden.

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